Ausgehend davon, dass oxidativer Stress das Ergebnis
eines Ungleichgewichtes zwischen Pro- und Antioxidantien
ist (s. Schema unten), kann er theoretisch von beiden
Seiten charakterisiert werden. Tatsächlich
ist dies nur für nicht lebende Materie möglich.
Im menschlichen Organismus wird ein erhöhter
Bedarf an Antioxidantien dank des antioxidativen
Systems auf verschiedenen Wegen kompensiert (Freisetzung
aus Depots, Regulation der Exkretion, de-novo Synthese).
Erst wenn diese Kompensation nicht mehr ausreicht,
kommt es zu einer oxidativen Schädigung. Deshalb
ist der Nachweis der Schädigung praktikabler
als die Messung von Antioxidantien.
Ein üblicher Ansatz ist die Bestimmung der
Produkte der Lipidperoxidation (s. Schema). Sie
ist jedoch nur unzureichend sensitiv, da die Lipide
durch Antioxidantien, speziell das Vitamin E, geschützt
sind und die Kettenreaktion der Lipiperoxidation
erst nach seinem Verbrauch beginnt. "In
contrast to lipid peroxidation the products of which
typically appear after a lag time, protein damage
by reactive oxygen species takes place directly
and immediately. Being independent indices of oxidative
stress, protein degradation assays registering alterations
in amino acids ... provide many advantages over
other techniques. Their most common drawback is
the complexity of the applied methods such as radioactive
or fluorescent labeling, gel electrophoresis, Western
blots, or immunoprecipitation." (Pacifici et
al., 1990)
Die Entdeckung, dass oxidativ modifizierte Proteine
eine antiradikale Kapazität erwerben, bedeutet
einen Durchbruch. Auf der Basis dieses Phänomens
und unter Verwendung des Chemolumineszenzmessprinzips
wurde von uns die neue ARAP-KIT Serie entwickelt.
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